Kurzgeschichten und Gedichte

Eine Kurzgeschichte im engeren Sinne definiert sich nicht über ihren Umfang, sondern dadurch, dass sie einen offenen Anfang und ein offenes Ende hat. Wenn man darüber nachdenkt, kommt man zu dem Schluss, dass die Handlung keine Hinführung und keinen Abschluss hat. Es gibt also keine ausgearbeiteten Szenerien mit opulenten Hintergründen, auch keine Charaktere mit ausführlich geschilderten Historien. Die Nachwirkungen des geschilderten Geschehens bleiben ebenfalls im Dunkeln. Alles fokussiert sich auf einen einzigen Gegenstand, einen Clou, einen Twist, einen schlaglichtartigen Effekt.
In diesem engen Sinne habe ich wenige Kurzgeschichten geschrieben. Vor allem meine Fantasy-Geschichten spielen in einer wohldefinierten Welt, sind Teil eines Zyklus', zu dessen Rahmenhandlung sie über den eigentlichen Storyplot hinaus beitragen. Auch sonst verfasse ich eher ›kurze Erzählungen‹. Wirkliche Kurzgeschichten sind schwierig zu schreiben. Man muss sich selbst disziplinieren.

Das gilt in noch viel stärkerem Maße für Gedichte. Hier darf man keine Alltagssprache verwenden, man muss eine besondere, eine dichte Form finden. Alles Überflüssige muss weg. Grammatik ist irrelevant, an ihre Stelle tritt das Versmaß.
Mir fällt die Poesie schwer, darum versuche ich mich nur selten daran.

Seit meinem Aufenthalt in New Orleans bin ich vom Voodoo fasziniert. Für die Horror-Anthologie Zwielicht durfte ich meine Kurzgeschichte ›Erwachen‹ beisteuern, die dieses Motiv aufgreift. Auf 240 Seiten bietet das schön gestaltete Taschenbuch neben 15 Stories auch zwei Artikel und mehrere Illustrationen.
Verlag: Eloy Edictions.
Erscheinungsjahr: 2009.
Projekt Mensch lautet der Titel des Begleitbuches zum ElsterCon 2008, auf dem ich zu Gast sein durfte. Die Softcoverversion bietet Biografien, Bibliografien sowie jeweils eine Kurzgeschichte oder ein Essay von jedem Ehrengast - da mein Nachname mit dem Buchstaben C beginnt, stehe ich sogar ganz vorn, noch vor solchen Größen wie Vernor Vinge oder Richard Morgan. Die Hardcoverausgabe ist erweitert und enthält zusätzlich 24 in einem Wettbewerb entstandene Science Fiction-Kurzgeschichten. Erwähnenswert sind auch die vielen farbigen Illustrationen.
Mein Beitrag ›Die Lösung‹ spielt auf einem Generationen-Raumschiff, wo diejenigen, die keine Bürgerrechte haben, alles zu tun bereit sind, um nicht ihr Leben lang ›ganz unten‹ zu bleiben.
Herausgeber: Freundeskreis Science Fiction Leipzig eV.
Erscheinungsjahr: 2008.
Welt der Geschichten 5 ist eine Anthologie mit Geschichten aus dem Bereich der Fantastik. Mein Beitrag ›Martins Apartment‹ ist eine klassische Dystopie.
Verlag: Hary-Production.
Erscheinungsjahr: 2007.
ISSN: 1864-4880.
Reinschrift 2 ist wieder der bunte Mix aus Texten vieler Autoren. Anders als bei der ersten Ausgabe der Reihe mit literarischen Einwürfen aus dem Kölner Untergrund überwiegen diesmal die Prosatexte.
Mein Beitrag: ›Ausgebildet‹ stellt die Frage, ob es wirklich immer gut ist, wenn man gelernt hat, sein Leben zu meistern.
Verlag: van Aaken.
Erscheinungsjahr: 2007.
ISBN: 978-3-938244-07-4.
Reinschrift 1 ist die erste Ausgabe einer Buchreihe, in der Autoren aus der Kölner Literaturszene in Anthologieform veröffentlichen. Die Mitwirkenden rekrutieren sich aus den Gestaltern von Leseabenden, die häufig und regelmäßig in den Cafés der Stadt abgehalten werden.
›Reinschrift 1‹ bietet eine bunte Mischung aus Gedichten und Stories.
Mein Beitrag ›Wissen‹ ist eine Geschichte über finstere Magie, die das Leben des Protagonisten zerstört.
Verlag: van Aaken.
Erscheinungsjahr: 2004.
ISBN: 3-938244-00-3.
Lesungen auf dem Billardtisch basiert auf dem gleichen Prinzip. Auch hier rekrutieren sich Autoren aus einer regelmäßigen Lesereihe. Zusätzlich zu Gedichten und Geschichten gibt es hier einige Bilder.
In diesem Buch bin ich gleich mit zwei Geschichten vertreten.
Der Schrei der Einsamkeit‹ ist eine Vampirgeschichte um eine verlorene Liebe, mit ungewöhnlicher Perspektive und ein wenig Romantik.
John Wolle und ich‹ handelt von einem wankelmütigen Germanistik-Studenten und seiner Beziehung zu Johann Wolfgang von Goethe.
Verlag: Rohstoff.
Erscheinungsjahr: 2001.
ISBN: 3-935346-04-4.
Die ›Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichts‹ veranstaltet jährlich einen Wettbewerb, in dem Einsendungen beurteilt und für umfangreiche Gedichtsammlungen mit etwa 4.000 Beiträgen zusammengestellt werden. Die Bände sind nicht ganz billig, aber wirklich sehr schön gemacht. Besonders interessant sind die Beurteilungen der Jury:
Zu meinem Gedicht ›Un Sterblichkeit‹, erschienen in Ausgewählte Werke V, heißt es: ›... Es ist deutlich, dass Sie Einblicke in die geistig-seelische Welt genommen haben. Die Einsendung, mit der Sie am Wettbewerb teilgenommen haben, präsentiert in wirklich einfallsreicher Weise eine Sprachschöpfung, die gelungen ist. Ihre Botschaft ist sehr überzeugend vermittelt. Ihre Worte 'Doch ewig ist er / der Vergangenheit' geben dazu ein schönes Beispiel. In punkto Bildhaftigkeit, möchte ich sagen, ist Ihr individuelles Empfinden deutlich spürbar. In der Trennung der Zeitstufen zeigt sich Unsterblichkeit als 'Ansichtssache' ...‹
Mein Gedicht ›Liebesbande‹ hat keine ganz so enthusiastische Beurteilung erhalten, es aber dennoch in die Ausgewählten Werke VI geschafft.
Verlag: Realis.
Erscheinungsjahr: 2002 / 2003.
ISBN: 3-930048-40-X / 3-930048-44-2.
Kleine Fehler ist eine Kurzgeschichte, die ich für meinen Fantasy-Club geschrieben habe. Sie wurde in dem entsprechenden Vereinsmagazin veröffentlicht. Hier biete ich sie als Leseprobe an.

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